Mutter schafft alles

Beitrag mit Simona Isler in der Coopzeitung

Simona Isler. Bild: Elia Aiano.

Die wahren Superheldinnen des Alltags sind die Mütter – damals wie heute jonglieren sie Erwartungen, Bedürfnisse und Aufgaben. Chantal Herger zeigt in ihrem Beitrag, wie sich ihr Alltag gewandelt hat und wie drei Generationen die Mutterschaft erleben. Und Simona Isler sorgt für die historische und feministisch-ökonomische Perspektive. Eins ist dabei klar: Grundlegende Veränderungen sind überfällig.

Wie sieht sie aus, die Mutter von heute? Wärmt sie mit dem Kind auf dem Arm den Brei auf, während sie nebenbei die Wäsche einsammelt? Oder hetzt sie zur Kita, weil sie bei der Arbeit noch einen Auftrag fertigstellen musste? Beides ist Realität.

Ein Widerspruch unserer Zeit, sagt die Historikerin Simona Isler: «Eine Mutter im 21. Jahrhundert soll alles schaffen – Kinder grossziehen und gleichzeitig beruflich erfolgreich sein.» Die Vorstellung, dass sich diese Bereiche problemlos vereinbaren lassen, sei jedoch trügerisch – wenn auch kein neues Phänomen. Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass Mütter schon lange zwischen Erwerbs- und Familienarbeit stehen.

Gute Lösungen gibt es bislang nicht. Unser ökonomisches System drängt Mütter bereits kurz nach der Geburt wieder in den Arbeitsmarkt – ohne für ausreichend unterstützende Rahmenbedingungen zu sorgen. Wer länger bei seinem neugeborenen Kind bleiben möchte, muss dies selbst finanzieren. Und die Rückkehr in die Erwerbsarbeit, ist nur möglich, weil andere Frauen in Kitas schlecht bezahlt ihre Kinder betreuen.

Wenn Mutterschaft nicht länger mit strukturellen Nachteilen verbunden sein soll, braucht es grundlegende Veränderungen. Konkret: «Kinderbetreuung und das Wohlergehen von Kindern sind gesamtgesellschaftliche Aufgaben, die auch gesamtgesellschaftlich finanziert werden müssen.» Dazu gehören ein ausgebauter Mutterschafts- und Elternurlaub, bessere Bedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie eine gerechtere Entlohnung der Sorge-Berufe, in denen viele Frauen tätig sind.

Mutter schafft alles. Simona Isler sorgt im Beitrag von Chantal Herger für die Fakten aus historischer und feministisch-ökonomischer Perspektive. Die wahren Superheldinnen des Alltags sind die Mütter – damals wie heute jonglieren sie Erwartungen, Bedürfnisse und Aufgaben. Chantal Herger zeigt in ihrem Beitrag, wie sich ihr Alltag gewandelt hat und wie drei Generationen die Mutterschaft erleben. Und Simona Isler sorgt für die Fakten aus historischer und feministisch-ökonomischer Perspektive. Eins ist dabei klar: Grundlegende Veränderungen sind überfällig.

Mutter schafft alles. Ein Beitrag von Chantal Herger mit Simona Isler in der Coopzeitung vom 7. Mai 2026, ab Seite 22.

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