Feministische Ökonomie und Care Revolution
Interview mit Mirjam Aggeler und Anja Peter auf Radia LoRa
Mirjam Aggeler (links) und Anja Peter.
Anja Peter und Mirjam Aggeler waren im Vorfeld des 14. Juni 2025 zu Gast bei Radia LoRa. Jetzt ist die komplette Sendung Feministische Ökonomie und Care Revolution auf Soundcloud zum Nachhören bereit.
Wir sprechen darüber, wie eine sorgezentrierte Gesellschaft aussehen könnte. Weshalb sich Profit und Sorgearbeit nicht vereinbaren lassen. Weshalb die Schweizer Gleichstellungspolitik versagt und warum mehr Erwerbsarbeit uns nicht emanzipiert: Denn das Versprechen der ökonomischen Unabhängigkeit für Frauen durch den Zugang zur Erwerbsarbeit ist bis heute nicht eingelöst. Zwar sind inzwischen vier von fünf Müttern erwerbstätig, doch kaum eine kann mit ihrem Einkommen ihren Lebensunterhalt bestreiten. Darüber hinaus leisten Frauen neben der vielen Erwerbsarbeit mehr unbezahlte Arbeit als ein Vollzeitpensum. Die gesamte Arbeitslast durch bezahlte und unbezahlte Arbeit ist riesig. Und sie wird immer grösser. Doch unsere Gleichstellungspolitik adressiert all diese Probleme nicht.
Wir sprechen über den eigentlichen Skandal unserer gesellschaftlichen Arbeitsorganisation und darüber, dass wir heute mehr arbeiten als noch in den 1990er Jahren – und zwar für weniger Geld. Wir sprechen darüber, warum wir Hausarbeit wieder politisieren müssen und über das revolutionäre Potenzial des Sorge-Arbeitskampfs.
Die komplette Sendung Feministische Ökonomie und Care Revolution von Radia LoRa jetzt auf Soundcloud hören.
Aktuell im Büro für Feminismus
Burn Borders, Build Bridges!
Veranstaltungsreihe gegen die SVP-Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» mit Sarah Schilliger
Die SVP-Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» fordert unter dem Deckmantel der Nachhaltigkeit eine noch restriktivere Migrationspolitik. Mit ihrer dreiteiligen Veranstaltungsreihe vollzieht die Bewegung für den Sozialismus (BFS) einen radikalen Perspektivenwechsel: weg von der Frage «Pro oder Kontra Migration», hin zu einer Politik, die Migration als Tatsache anerkennt. Die eine langfristige, nachhaltige Zukunft im Blick hat. Am 4. Juni diskutiert Sarah Schilliger zum Thema: Racial Capitalism – Wie Migrationskontrolle und Arbeitsausbeutung zusammenhängen.
Freie Frauen
Lesung mit Caroline Arni
In «Wir, nicht wir. Frühsozialistischer Feminismus» zeichnet Caroline Arni die Geschichte einer feministischen Bewegung nach, die vor zweihundert Jahren nicht nur weibliche Freiheit und Gleichheit propagierte, sondern die Gesellschaft als Ganzes neu dachte – und zahlreiche Fragen aufwarf, die bis heute aktuell sind.
Mutter schafft alles
Ein Beitrag mit Simona Isler in der Coopzeitung
Die wahren Superheldinnen des Alltags sind die Mütter – damals wie heute jonglieren sie Erwartungen, Bedürfnisse und Aufgaben. Chantal Herger zeigt in ihrem Beitrag, wie sich ihr Alltag gewandelt hat und wie drei Generationen die Mutterschaft erleben. Und Simona Isler sorgt für die Fakten aus historischer und feministisch-ökonomischer Perspektive. Eins ist dabei klar: Grundlegende Veränderungen sind überfällig.



