Prix Lux für plurale Ökonomik
Der Chancengleichheitspreis der Uni Bern geht an VWelles
Für ihre Vorlesung «Einführung in die plurale Ökonomik – Ansätze für zukunftsfähiges Wirtschaften» erhält die Studierendenvereinigung VWelles Rethinking Economics Bern den diesjährigen Prix Lux. Wir gratulieren herzlich und freuen uns sehr, an der Preisverleihung mit einem Inputreferat dabei zu sein.
Der diesjährige Prix Lux der Uni Bern geht an VWelles Rethinking Economics Bern – eine Studierendenvereinigung, die sich für eine feministische und pluralistische Volkswirtschaftslehre an der Universität Bern einsetzt. Mit vielfältigen Formaten wie Vorträgen, Kinoabenden und Lesegruppen fördert sie die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen ökonomischen Perspektiven. Mit der erfolgreichen Umsetzung ihrer eigenen Vorlesungsreihe «Einführung in die plurale Ökonomik – Ansätze für zukunftsfähiges Wirtschaften» konnte diese Perspektive nun erstmals auch im Curriculum verankert werden. Und für ebendiese Vorlesungsreihe wird VWelles mit dem Prix Lux ausgezeichnet.
Das strategische Schweigen brechen
Wir gratulieren herzlich und freuen uns ganz besonders, an der Preisverleihung dabei zu sein. Der Prix Lux wird in Anwesenheit von Rektorin Prof. Dr. Virginia Richter und Vizerektorin Prof. Dr. Heike Mayer übergeben. Und anschliessend hält Anja Peter vom Büro für Feminismus ein Inputreferat zum Thema: «Das strategische Schweigen brechen – ohne Feminismus keine Ökonomie».
Denn: Ökonomie rechnet mit vielem – ausser mit dem, was wirklich zählt. Feministische Ökonomie bricht dieses Schweigen und rückt ins Zentrum, was jede Wirtschaft trägt: unbezahlte und schlecht bezahlte Arbeit von Frauen – Sorgearbeit, Beziehung, Abhängigkeit, Lebensqualität. Eine Ökonomie, die diese Dimensionen ausklammert, verfehlt die Realität und taugt nicht als Grundlage politischer Entscheidungen. Ökonomie muss neu gedacht werden – nicht als Modell von Wachstum und Konsum, sondern als Fähigkeit einer Gesellschaft, Fürsorge, Zeit und Lebensqualität für alle zu ermöglichen.
Gelegenheit für Austausch
Danach gibt es bei einem Apéro die Gelegenheit, sich auszutauschen und miteinander anzustossen.
Wann: Mittwoch, 19.11.2025, 18:15 bis 19:30 Uhr
Wo: Kuppelraum, Hauptgebäude Universität Bern, Hochschulstrasse 4, 3012 Bern
Anmeldung: Bitte hier entlang.
Teilnahme: öffentlich & kostenlos
Hintergrund
Wer mehr darüber wissen möchte, weshalb die Arbeit von VWelles so wichtig ist: «Ein Paradigmenwechsel in der VWL drängt sich auf».
Aktuell im Büro für Feminismus
Von einer Schicht zur nächsten: Der Arbeitstag einer Mutter.
Simona Isler (links) und Anja Peter (rechts). Bild: Elia Aiano.Pflege im Spital, Betreuung zu Hause, Rechnungen, Schlafmangel, Sorge um die Altersvorsorge – ein Tag, der kein Ende nimmt. Der Text von Simona Isler und Anja Peter zeichnet den Alltag einer Mutter nach,...
Sorge tragen: Betreuung als Wirtschaftsfaktor
Betreuung, Unterstützung im Alltag und Pflege durch Angehörige ist wertvolle Arbeit für unsere Gesellschaft – und doch ist sie weitgehend unsichtbar und unbezahlt. Während betreuende Angehörige täglich enorme Leistungen erbringen, fehlt es an politischer und...
Einführung in die feministische Ökonomie
40 Jahre Gleichstellungspolitik: Zeit für eine Bilanz. Die Einkommenslücke der Frauen beträgt 100 Milliarden Franken im Jahr. Und ihre Renten sind rund 35 Prozent tiefer als jene der Männer. Ökonomische Unabhängigkeit ist für die allermeisten bis heute keine Realität geworden. Irgendwo sind wir falsch abgebogen…



