Einführung in die feministische Ökonomie

Ein Kurs an der feministischen fakultät fem!

Anja Peter (links), Mirjam Aggeler (mittig) und Jana Freundt (rechts). Bild: Sarah Pfäffli.

Die wenigsten Frauen sind finanziell unabhängig. Die Arbeitsbelastung ist seit den 90-er Jahren gestiegen. Was läuft eigentlich schief mit der Gleichstellung in der Schweiz?

40 Jahre Gleichstellungspolitik: Zeit für eine Bilanz. Die Einkommenslücke der Frauen beträgt 100 Milliarden Franken im Jahr. Und ihre Renten sind rund 35 Prozent tiefer als jene der Männer. Nicht etwa, weil sie weniger arbeiten, sondern weil sie weniger verdienen. Ökonomische Unabhängigkeit ist für die allermeisten bis heute keine Realität geworden. Irgendwo sind wir falsch abgebogen.

In unserer Einführung in die feministische Ökonomie werfen wir einen Blick in die Geschichte: Aus welchem Stoff waren die Visionen früherer Feministinnen? Was waren die Kontroversen? Und wie hängen sie mit historischen Entwicklungen zusammen? Die Geschichte der feministischen Diskussionen rund um Arbeit zeigt, wie sich die heutige Vorstellung von Gleichberechtigung entwickelt und etabliert hat. Und sie zeigt auch, dass es sich dabei nicht um die logische Konsequenz einer Fortschrittsgeschichte handelt. Vielmehr leben wir in einem spezifischen Status Quo, der in seiner Normalität hinterfragt und anders gedacht werden kann.

Und jetzt? Die Frage nach dem Wert der Arbeit von Frauen wird in den feministischen und Frauenbewegungen schon lange thematisiert. Welche (wirtschafts-)politischen Fragen stellen sich heute noch ähnlich? Welche stellen sich neu?

Entlang dieser Fragen loten wir gemeinsam die Handlungsspielräume für eine aktuelle feministische Politik und Praxis aus.

Wann: Samstag, 1. November 2025, 10.00 – 16.00 Uhr
Wo:
im CAFE HUEBER, Huberstrasse 13 A in 3008 Bern
Vorkenntnisse: sind nicht nötig.

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Aktuell im Büro für Feminismus

Mehr Zeit und Geld für Sorgearbeit

Mehr Zeit und Geld für Sorgearbeit

Ein Beitrag mit Anja Peter von Katharina Wehrli in der Moneta

Im Artikel von Katharina Wehrli geht es um Visionen für Sorgearbeit ohne Zeit- und Kostendruck und darum, woran wir bis jetzt gescheitert sind: am politischen Willen. Anja durfte dazu beitragen: «Wenn wir anerkennen, dass es ohne unbezahlte Arbeit auch nichts anderes gibt: keine Produktivität, keine Politik, keine Kultur – rein gar nichts, dann müssen wir die Verhältnisse vom Kopf auf die Füsse stellen.»

Einführung in die feministische Ökonomie

Einführung in die feministische Ökonomie

Mirjam Aggeler (links) und Anja Peter (rechts). Bild: Elia Aiano.Was bedeutet es, Ökonomie aus einer feministischen Perspektive zu betrachten? Und warum stellt dieser Perspektivenwechsel alles auf den Kopf, was wir bisher über Wirtschaft wussten? Der Kurs von Anja...